LEISTUNG, DIE ÜBERZEUGT.
PARTNERSCHAFT, DIE BLEIBT.
KOMPETENZ, DIE BEWEGT.
Veröffentlicht: 15. Dezember 2018
Steuerberatung

Mit seinem Urteil vom 20. Juli 2018 hat der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung zur Anerkennung nachträglicher Anschaffungskosten hinsichtlich § 17 EStG fortgesetzt.

Im konkreten Fall übernahm ein Gesellschafter einer GmbH eine Bürgschaft für Bankverbindlichkeiten dieser Gesellschaft. Im Hinblick auf die drohende Inanspruchnahme aus der Bürgschaft, leistete der Gesellschafter, so wie auch weitere Familiengesellschafter, eine Zuführung in die Kapitalrücklage der GmbH und veräußerte seine Anteile an der Gesellschaft anschließend für € 0,00. Die vom Kläger übernommene GmbH-Stammeinlage und die Kapitalzuführung machte er im Streitjahr 2010 als Verlust aus der Veräußerung seiner Anteile gemäß § 17 EStG geltend. Das Finanzamt setzte lediglich den Verlust der eingezahlten Stammeinlage als nachträgliche Anschaffungskosten fest.

Einzahlungen in Kapitalrücklage gelten als nachträgliche Anschaffungskosten Der BFH teilte die Auffassung des Klägers. Nur Aufwendungen, die nach handels- und bilanzsteuerrechtlichen Grundsätzen (§ 255 HGB) zu einer Einlage in das Kapital der Gesellschaft führen, gelten als nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung. Darunter fallen auch die vom Kläger erbrachten Einzahlungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Auch liegt kein Missbrauch der Gestaltungsmöglichkeiten nach § 42 AO vor. Der Kläger kann den Aufwand als nachträgliche Anschaffungskosten seines Verlustes aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften nach § 17 EStG geltend machen.

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Ute Jürgens, Diplom-Betriebswirtin (FH), Steuerberaterin, Geschäftsführerin

Ute Jürgens

Diplom-Betriebswirtin (FH), Steuerberaterin, Geschäftsführerin

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