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Handeslblatt: Beste Wirtschaftsprüfer 2019 -  Concunia GmbH StBG WPGHandeslblatt: Beste Steuerberater 2019 -  Concunia GmbH StBG WPG
Veröffentlicht: 27. März 2019
Recht

Der BFH hat mit seinem Urteil vom 24. Oktober 2017 (VIII R 19/16) entschieden, dass bei Gesellschaftern, die unter der auflösenden Bedingung der Besserung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft auf ihre Gesellschafterdarlehen verzichten, um deren Eigenkapitalbildung und Ertragskraft zu stärken,

BFH vom 14. Juni 2018 (III R 27/17)anfallende Refinanzierungszinsen nicht als Werbungskosten im Zusammenhang mit früheren Zinseinkünften abziehbar sind. Die veranlassten Refinanzierungszinsen sind nur auf Antrag zu 60 % als Werbungskosten abziehbar.

Nimmt ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft, der mindestens zu 10 % am Stammkapital beteiligt ist, ein Darlehen bei einer Bank auf, damit er selbst ein verzinsliches Gesellschafterdarlehen an die KG ausreichen kann, so sind die Schuldzinsen für das Refinanzierungsdarlehen als Werbungskosten durch die Erträge aus dem Gesellschafterdarlehen veranlasst. Demnach können bei den tariflich besteuerten Kapitaleinkünften des Gesellschafters die Werbungskosten ohne die Beschränkungen des geltenden Werbungskostenabzugsverbots abgezogen werden. Auch gilt dies, wenn die KG die geschuldeten Zins- und Tilgungszahlungen aus dem Gesellschafterdarlehen nicht erbringt. Wenn der Gesellschafter allerdings gegenüber der Kapitalgesellschaft auf sein Gesellschafterdarlehen gegen einen Besserungsschein verzichtet, könnte dies für Schuldzinsen bis zum Eintritt des Besserungsfalls zu einem Wechsel des Veranlassungszusammenhangs der Aufwendungen führen. Sofern der Gesellschafter durch den Verzicht auf Zins- und Tilgungsansprüche aus dem Gesellschafterdarlehen die Eigenkapitalbildung und Ertragskraft der Gesellschaft stärken will, tritt ein Wechsel des Veranlassungszusammenhangs ein. Dieser hat zur Folge, dass die Schuldzinsen aus dem Refinanzierungsdarlehen dem Werbungskostenabzugsverbot unterliegen.

Der Gesellschafter muss mit Abgabe der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr des Forderungsverzichts die Anwendung des Teileinkünfteverfahrens für die Dividenden aus der KG und die damit im Zusammenhang stehenden Werbungskosten beantragen, damit er 60 % der Refinanzierungskosten abziehen kann. Dies erfolgte jedoch nicht.

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Joachim Welper, Diplom-Betriebswirt (FH), LL.M., Steuerberater, Geschäftsführer, Systemischer Business Coach (univ.)

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