Veröffentlicht: 11. Januar 2021

Erleichterung in der Offenlegung der Rechnungslegungsunterlagen 2019

Zum 31.12.2020 endet für viele Unternehmen die Frist zur Offenlegung von Jahresabschlussunterlagen aus 2019.

Erfolgt diese nicht innerhalb der Frist, können diese mit Ordnungsgeldern rechnen.

Die fristgerechte Offenlegung wird in diesem Jahr durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders erschwert. Unternehmen stehen vor zusätzlichen Herausforderungen: Einige Unternehmensbereiche fallen aus, in anderen müssen Prozesse umgestellt werden und es kommen neue Aufgaben, wie die Beantragung von Kurzarbeit und Überbrückungshilfen, hinzu.

Nach § 325 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihren Jahresabschluss spätestens ein Jahr nach dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahrs elektronisch beim Bundesanzeiger einreichen. Demnach ist der Jahresabschluss 2019 für Unternehmen, deren Geschäftsjahr zum 31.12.2019 endet, am 31.12.2020 fällig. Wird dieser nicht fristgerecht veröffentlicht, leitet das Bundesamt für Justiz (BfJ) ein Ordnungsgeldverfahren ein. Den Unternehmen droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 2.500€, welches bei weiteren Aufforderungen schrittweise erhöht wird. Unternehmen, die sowieso schon von der Krise geschwächt sind, können solche Ordnungsgelder kaum tragen.

Um Unternehmen und Kanzleien zu entlasten, forderten der DStV und der IDW nach Erleichterungen. Das BfJ kam dem Appell kürzlich entgegen. Auf ihrer Website veröffentlichte es, dass vor dem 1.3.2021 keine Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB eingeleitet werden. Dies gilt jedoch nur für Jahresabschlussunterlagen, deren Offenlegungsfrist für das Geschäftsjahr mit dem Bilanzstichtag 31.12.2019 am 31.12.2020 endet. Vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise erhöhten Arbeitsbelastung bei den Unternehmen ist diese Erleichterung zu begrüßen. Unternehmen sollten jedoch berücksichtigen, dass eine verspätete Offenlegung einen negativen Eindruck bei den Adressaten hinterlassen kann. Die Verspätung könnten sie als hohe Beeinträchtigung der Unternehmensprozesse durch die Krise oder mangelndes Interesse an den Belangen der Adressaten wahrnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner:

Tharmarajah Chelliah, Dipl. Kfm., M.A., Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Geschäftsführer

Tharmarajah Chelliah

Dipl. Kfm., M.A., Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Tax Compliance Officer (C.H. BECK), Prokurist

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T.Chelliah

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