LEISTUNG, DIE ÜBERZEUGT.
PARTNERSCHAFT, DIE BLEIBT.
KOMPETENZ, DIE BEWEGT.
Veröffentlicht: 31. Juli 2019

Den öffentlichen Kassen steht eine deutlich stärkere Belastung durch steigende Ausgaben für Beamtenpensionen bevor. Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene entstehthierdurch eine große Last durch erhöhte Pensionsrückstellungen. Allein für den Bund ist die Steigerung erheblich und beträgt für 2018 rund 70 Milliarden Euro. Der Anstieg begründet sich von verschiedenen Seiten.

Zum einen basiert die Berechnung der Rückstellungen auf der Umrechnung künftiger Zahlungen auf ihren aktuellen Wert. Die Ermittlung dieses Barwerts wird stark von dem zugrunde gelegten Zins beeinflusst. Der Abzinsungssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnitt der Umlaufrenditen für börsennotierte Bundeswertpapiere mit 15- bis 30-jähriger Restlaufzeit. Dieser Abzinsungssatz ist von 1,8 auf 1,47 Prozent gefallen.Dadurch steigt der Barwert der erwarteten zukünftigen Pensionszahlungen.

Hinzukommen höhere erwartete Besoldungssteigerungsraten, die wiederum für eine Steigerung der Pensionsanwartschaften führen. Der Bund führt in der Vermögensrechnung zum 31. Dezember 2018 dementsprechend Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 757,76 Milliarden Euro auf. Dies bedeutet eine Steigerung um 69,83 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Von den Gesamtrückstellungen von 780,8 Milliarden Euro machen die Pensionsrückstellungen somit 97 % aus. Wäre man von den Annahmen des Vorjahres ausgegangen, hätte sich lediglich ein Zuwachs in Höhe von 7,6 Milliarden Euro ergeben. Bei einem Haushaltsvolumen 2018 von 340 Milliarden € erkennt man die Bedeutung der Pensionslasten. Des Weiteren wird für 2018 ein Überschuss beim Bund von ca. 13 Milliarden € ausgewiesen. Hätte man die Zuführung zu Pensionsrückstellungen mitberücksichtigt, wäre unter vereinfachten Annahmen ein hoher Fehlbetrag entstanden. Dies bestätigt nochmals die Notwendigkeit der Einführung eines veränderten Haushalts und Rechnungswesens im Rahmen der integrativen Gerechtigkeit.

Darüber hinaus stiegen die Rückstellungen für Beihilfeleistungen von 167,46 auf 190,75 Milliarden Euro. Der Berechnung wurde eine jährliche Steigerung der Gesundheitskosten um 2,78 Prozent zugrunde gelegt. Gleichzeitig gab es einen Abgang von 6.500 Beamten im Bund. Diese Zahl entsteht Hauptsächlich durch fehlende Nachbesetzung bei den Postnachfolgeunternehmen sowie bei der Deutschen Bahn AG. Die Zahl der Beamten im Kernhaushalt sowie der Richter und Soldaten nahm hingehen um insgesamt 2.800 Beamtenstellen zu.

Die zu der Erhöhung der Pensionsrückstellungen führenden Faktoren belasten gleichermaßen die Haushalte der Länder und der Kommunen.

Ihr Ansprechpartner:

Tharmarajah Chelliah, Dipl. Kfm., M.A., Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Geschäftsführer

Tharmarajah Chelliah

Dipl. Kfm., M.A., Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Tax Compliance Officer (C.H. BECK), Geschäftsführer

0251 322015-0
T.Chelliah

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Kathrin Graf, Diplom-Kauffrau, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin, Prokuristin

Kathrin Graf

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