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Concunia - Der spezialisierte Partner der öffentlichen Hand

Concunia - Der spezialisierte Partner der öffentlichen Hand

Veröffentlicht: 01. Dezember 2020

Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Als Bestandteil des COVID-19 Konjunkturpakets der Bundesregierung hat das Bundesumweltministerium (BMU) das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (AnpaSo) zur Umsetzung klimaneutraler beziehungsweise schonender Maßnahmen verabschiedet.

Mit dem 150 Millionen Euro umfassenden Vorhaben soll im Zeitraum von 2020 bis 2023 dazu beigetragen werden, sowohl klimatische Belastungen in den sozialen Einrichtungen abzumildern, als auch eine umfassende Vorbereitung auf zukünftige klimatische Veränderungen (z.B. Hitze, Starkregen oder Hochwasser) zu ermöglichen. Außerdem dient die Unterstützung dazu, die Bedingungen für die Arbeit und Betreuung in sozialen Einrichtungen zu verbessern und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie Pflegebedürftige oder chronisch Kranke, Kinder und Jugendliche oder ältere Menschen, zu schützen.

Mit dem Förderprogramm richtet sich das BMU an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen, die im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind. So ergibt sich eine weitreichende Antragsberechtigung. Neben Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Hospize sind also auch Kindergärten, Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen, Kieztreffs, Bibliotheken oder Flüchtlings- und Obdachloseinrichtungen erfasst.

Des Weiteren gilt für Anträge, die bis zum 31. Juni 2021 gestellt wurden, eine erhöhte Förderquote von bis zu 100% für finanzschwache Kommunen und gemeinnützige Vereinigungen (z.B. Wohlfahrtsverbände).

Ansonsten beträgt die Förderquote bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts mit nichtwirtschaftlicher Betätigung, wie insbesondere Kommunen grundsätzlich bis zu 80% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts und des Privatrechts mit wirtschaftlicher Betätigung bis zu 75%.

Die Förderung umfasst insgesamt die folgenden drei Förderungsschwerpunkte:

Förderschwerpunkt 1: Beratung und Konzepte

Gefördert wird in der Regel eine Beratung durch externe Dienstleisterinnen und Dienstleister, um die soziale Einrichtung bzw. deren Träger hinsichtlich folgender Themen zu unterstützen:

  • Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels,
  • Detail-Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen (z.B. architektonisch, statisch, landschaftlich-gestalterisch),
  • Erstellung eines Kostenplanes oder erster Analysen,
  • Vorbereitung von Informations- und Bildungsangeboten.

Soziale Einrichtungen sollen so befähigt werden, die notwendigen Informationen und Unterlagen für die Beantragung einer Förderung zur Umsetzung investiver Maßnahmen oder zur Durchführung von Informations- und Bildungsangeboten zusammenzutragen. Darüber hinaus wird die Erstellung eines Konzeptes, das aufzeigen soll, wie sich die soziale Einrichtung effektiv, nachhaltig und umfassend mit einem maßgeschneiderten Maßnahmenpaket an die Folgen des Klimawandels anpassen kann, gefördert.

Förderschwerpunkt 2: Investive Maßnahmen

Solang gesichert ist, dass die Maßnahme einen Beitrag zur Anpassung an eine Auswirkungen des Klimawandels leistet, kann das Maßnahmenpaket in seiner Gesamtheit oder teilweise umgesetzt werden. Beispiele können sein:

  • bauliche Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünung,
  • Speicherflächen für Regenwasser,
  • Maßnahmen zur Verschattung am Gebäude, beispielsweise durch Installation von Jalousien, Markisen, Roll- und Fensterläden,
  • Hitzereduzierung durch bauliche Veränderungen unter besonderer Berücksichtigung innovativer Baumaterialien,
  • der Bau von Wasserspielplätzten,
  • Anlagen zur passiven Raumkühlung,
  • Anlagen zur Belüftung oder Raumluftkühlung in medizinischen Einrichtungen, insbesondere, wenn sie durch eine Filterfunktion zur Steigerung der Raumluftqualität beitragen,
  • Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung in bestehende raumlufttechnische Anlagen,
  • Installation von leitungsgebundenen Trinkwasserspendern,
  • Maßnahmen zur Verschaffung von Aufenthaltsbereichen, beispielsweise durch Pavillons, Sonnensegel, Pergolen,
  • Maßnahmen zur Straßen- und Hofbegrünung, beispielsweise durch Neupflanzung klimaangepasster, trockenresistenter, einheimischer Laubbaum- und Pflanzenarten,
  • Umsetzung landschaftsarchitektonischer Maßnahmen zur Klimawandelanpassung
  • Und Schaffung von Verdunstungsflächen

Förderungsschwerpunkt 3: Kampagnen und Weiterbildungen

Um den klimabedingten Belastungen durch eigene Aktivitäten begegnen zu können, beinhaltet die Förderung sowohl Fortbildungs- und Beratungsangebote als auch Informationskampagnen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche in sozialen Einrichtungen. So können Einrichtungen, Betroffene und Angehörige für den Umgang mit klimabedingten Belastungen beispielsweise durch Veranstaltungsreihen sowie öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Kampagnen sensibilisiert werden.

Das Antragsverfahren ist einstufig und unterteilt sich in mehrere Zeitfenster zur Einreichung von Anträgen. Das erste Förderfenster ist noch bis zum 15. Dezember 2020 geöffnet. Aufgrund der kurzen Programmlaufzeit ist eine zeitnahe Beantragung empfehlenswert. Auf der Homepage des BMU werden alle Förderunterlagen und Detailinformationen bereitgestellt.

Projektträger für die Umsetzung der Förderrechtlinie ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH (ZUG).

Wir können sich bei der Erstellung von Kostenplans unterstützen. Bitte sprechen Sie uns an!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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