LEISTUNG, DIE ÜBERZEUGT.
PARTNERSCHAFT, DIE BLEIBT.
KOMPETENZ, DIE BEWEGT.
Veröffentlicht: 01. Juni 2018

Den ersten Schritt zur Reform des bisherigen Mehrwertsteuersystems hat die EU-Kommission mit der Veröffentlichung von konkreten Änderungsvorschlägen am 4. Oktober 2017 und 5. Dezember 2017 gegeben. Nachdem die ersten Maßnahmen nach dem Plan der EU-Kommission bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten sollen

Den ersten Schritt zur Reform des bisherigen Mehrwertsteuersystems hat die EU-Kommission mit der Veröffentlichung von konkreten Änderungsvorschlägen am 4. Oktober 2017 und 5. Dezember 2017 gegeben. Nachdem die ersten Maßnahmen nach dem Plan der EU-Kommission bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten sollen, neue Reformpläne der EU zur Umsatzsteuer  ist über den Handlungsbedarf für Unternehmen nachzudenken. Neben neuen Reformplänen sollen auch einige Änderungen des bestehenden Systems umgesetzt werden. So soll die USt-IdNr. materielle Voraussetzung für die Steuerbefreiung sein. Des Weiteren wird über die Vereinfachung/Vereinheitlichung für Konsignationslager und innergemeinschaftliche Reihengeschäfte diskutiert. Zusätzlich gibt es Pläne zu „zertifizierten Steuerpflichtigen“. Diesen Status erlangen Unternehmen bei Erfüllung der folgenden Kriterien: keine Verstöße gegen Steuer- und Zollvorschrift sowie Auffälligkeiten durch schwere Straftaten, hohes Maß an Kontrolle der Tätigkeiten und Warenbewegungen und Nachweis der Zahlungsfähigkeit. Dieser Status stellt erhebliche Erleichterungen bei der Beleg-und Ausweispflichtin Aussicht. Andererseits beutet diese Änderung aber auch erheblichen Mehraufwand für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Lieferungen zur Sicherung der Steuerfreiheiten. Weitere Änderungen sind für spätestens 2022 geplant. Die Besteuerung von Warenlieferung innerhalb der europäischen Gemeinschaft soll auf das Bestimmungslandprinzip umgestellt werden. Bei B2C-Lieferungen soll sich infolgedessen die Besteuerung nach Maßgaben des Bestimmungslandes der Ware richten. Die Lieferung erfolgt wie ein Inlandsumsatz im Ansässigkeitsstaat über eine zentrale Anlaufstelle. Bei B2B-Lieferungen soll innerhalb der Umstellungsphase ein Übergang der Steuerschuld auf den Erwerber möglich sein, soweit dieser „zertifizierter Steuerpflichtiger“ ist. Im endgültigen Mehrwertsteuersystem sollen schließlich sämtliche Umsätze innerhalb der europäischen Gemeinschaftsgebiete nach dem Bestimmungslandprinzip besteuert werden. Auch wenn die vorbereiteten Vorschläge noch nicht durch die Mitgliedsstaaten beschlossen wurden, zeichnet sich eine Änderung des Gesetzes in diesem Bereich immer deutlicher ab.

Ihre Ansprechpartnerin:

Ute Jürgens, Diplom-Betriebswirtin (FH), Steuerberaterin, Geschäftsführerin

Ute Jürgens

Diplom-Betriebswirtin (FH), Steuerberaterin, Geschäftsführerin

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